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Wie kommt „Mann“ auf den Hund
Wir sind eine kleine Familie, Tochter Cornelia, meine Frau Angelika und ich Gunthard.
Ich bin von Kindheit an mit verschiedenen Hunden aufgewachsen und hielt mich für einen Experten in Sachen Hund. Meine Frau war da doch eher skeptisch und hatte Angst um ihre Wohnungseinrichtung
und den Schmutz den so ein Tier ja mit sich bringt. Aber Vater und Tochter waren sich einig „wir wollen einen Hund“. Auch war meine Tochter nun alt genug um die Verantwortung für ein Tier zu übernehmen und so
beschloss der Familienrat 1995 wir schaffen uns einen an. Ich war sofort Feuer und Flamme und fuhr mit meinen beiden Damen ins Tierheim um uns Hunde anzusehen. Nun sind in den Tierheimen die meisten Hunde für die
Wohnung zu groß oder bellen zu laut, sind zu dreckig oder nicht schön genug.
Meine Hoffnungen schwanden.
Bis nach einem Besuch im Tierheim in Schwerin meine Beiden mir eröffneten,
wir wollen einen Welpen!
Es soll so einer sein wie im Fernsehen (Hundefutterwerbung)!!
So nun kümmere Dich!!!
Klein schneeweiß und niedlich – West Highland White Terrier, eigentlich nicht mein Favorit, aber wenigstens ein Hund.
1995 war das Internet noch nicht so verbreitet wie heute und so wurden Bücher gelesen und Zeitungen mit Kleinanzeigen beschafft. Nachdem wir dann einen Züchter in unserer Nähe gefunden hatten und
uns dort einen Welpen ausgesucht hatten, zog bald darauf ein kleines Fellbündel Namen Tommy bei uns ein.
Wir hatten 3 Wochen Urlaub genommen – Stand als Tipp im Buch- und so hatten wir Zeit uns intensiv mit dem neuen Hausgenossen zu beschäftigen. Wirklich eine tolle Zeit, ich rannte mit dem
Westie-Buch unter dem Arm rum, meine Frau mit Wischlappen und Desinfektionslösung hinter mir und dem Hund hinterher und meine Tochter war nur für Schmusen und Streicheln zuständig. Die Urlaubszeit ging
aber auch mal vorbei und nun sollte der Kleine bis Mittag alleine in der Wohnung bleiben. Die Pfützen und Häufchen waren nach dem Nachhausekommen nicht zu übersehen, dafür lag der kleine Kerl in der extra
angeschafften Katzentoilette und freute sich. Nicht so begeistert war meine Frau, „
der Hund muss zu Deiner Mutter, die hat Hof und Garten, er kann ja am Wochenende wieder kommen“.
Ich bin dann gleich mit ausgezogen, ein Mann hat ja Charakter. Nach zwei Tagen hat sie angerufen ob sie den Kleinen nicht wiederholen könne, sie hat solche Sehnsucht. Ob ich
mitkomme hat sie nicht gefragt. Die gleiche Aktion mussten wir dann noch einmal durchstehen, bloß der Anruf kam nach Stunden und nicht nach zwei Tagen. Der Tommy wurde auch langsam sauber, und der
Hausfrieden war wieder hergestellt. Auch das Problem mit dem alleine lassen wurde gelöst, ich nahm den Hund überallhin mit. Der Kleine war so glücklich, dass er ständig mitkam, dass es ihm nichts ausmachte mal eine
Stunde im Auto auf mich zu warten. Er legte sich auf den Fahrersitz und war dann Chef. Der Tommy war ein sehr ruhiger und ausgeglichener Hund, ich wurde sogar manchmal gefragt ob er überhaupt bellen kann. Er liebte
lange Spaziergänge und vor allem das Ballspielen. Der Ball konnte gar nicht groß genug sein. Er schob ihn mit Kopf und Schnauze vor sich her und konnte täuschen und Haken schlagen. Beim Spielen erntete er viel
Bewunderung. Leider wurde der Tommy nach ca.10 Jahren Krank und wir mussten ständig mit ihm zum Tierarzt. Die Diagnose war, das Herz arbeitet nicht richtig und in der Lunge hatte sich Wasser gebildet. Der arme Kerl
musste nun täglich morgens und abends seine Pillen nehmen. Mitte August 2008 mussten wir ihn dann doch über die Regenbogenbrücke gehen lassen. Tommy war der Liebling der ganzen Familie und er fehlte uns sehr.
Trotz der vielen Schwierigkeiten und Sorgen durch die Krankheit, konnte ich mir mein Leben ohne Hund nicht vorstellen. Schon bald dachte ich über einen neuen Hund nach, worüber ich wirklich nie nachdachte war die
Rasse. Es sollte unbedingt wieder ein Westie sein.
Ich suchte tage- und nächtelang im Internet nach Seiten über Westies und über Westiezüchter. Viele dieser Web-Seiten haben mir sehr gut gefallen
z.B. „Paulas Tagebuch“ oder viele andere. Suchen lohnt sich wirklich. Ein Spruch ging mir danach nicht mehr aus dem Kopf
„was ist besser als ein Westie – zwei Westies“.
Im Internet hatte ich einen kleinen Rüden gesehen, dieser war schon 6 Monate alt und ich habe mich sofort in sein Bild verliebt. Wir vereinbarten telefonisch einen Besuchstermin und sind dann am
Sonnabend nach (Schönberg bei Chemnitz) zur Hundebesichtigung gefahren. Der kleine wurde Willi
gerufen und war mit seinen 6 Monaten eigentlich schon kein Welpe mehr.

Für meine Frau war wichtig -Er ist stubenrein-. Wir entschlossen uns schnell und vereinbarten einen Abholtermin im September.
Die Züchter von Willi
sind wirklich sehr nett und wir haben uns noch lange über Westies, über Pflege, und vor allem über Ausstellungen unterhalten.
Damals beschloss ich auch einmal eine Hundeausstellung zu besuchen und vielleicht auch mal einen Hund auszustellen.
Durch einen Zufall erhielt ich Anfang September ein kleines Westiemädchen, gerade 9 Wochen alt und eine kleine süße Maus die Melli
.

Sie zog sofort bei uns ein und wir waren glücklich.
Zum vereinbarten Abholtermin für den Willi fuhr dann die Kleine in ihrer neuen Transportbox schon mit.
Als wir sie den Willi-Eltern zeigten kam sofort, „oh Gott ein Woolie“ da werdet ihr aber öfter zum Trimmen müssen.
Da hatten wir ein Problem, wir hatten unseren „Tommy“ während seiner Krankheit nicht mehr Trimmen lassen sondern geschoren. Die Hunde in Schönberg
sahen alle so perfekt getrimmt aus, dass wir uns entschlossen mit beiden weiterhin so weit zum Trimmen zu fahren. Außerdem war bei
uns der Entschluss gereift beide Hunde im nächsten Jahr auszustellen und vielleicht auch einmal zu züchten.
Zudem gibt es bei den erfahrenen Züchtern ständig etwas zu lernen und wir wollen viel lernen.
Wie es uns bei den Ausstellungen erging und ob wir Erfolg haben könnt ihr in den anderen Rubriken lesen.
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